Nicht nur der Radverkehr, sondern auch der Fußgängerverkehr soll in den Ortsteilen Alt- und Neu-Hohenschönhausen, Malchow, Wartenberg und Falkenberg sicherer werden. Deshalb befinden sich derzeit „zwölf Standorte in Bearbeitung der Arbeitsgruppe ‚Förderung des Fußverkehrs/ Querungshilfen‘.“ Das erfuhren die Abgeordnetenhausmitglieder Danny Freymark und Prof. Dr. Martin Pätzold von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt nach einer Schriftlichen Anfrage.
Geprüft wurde und wird, ob an diesen Standorten entweder ein Fußgängerüberweg oder eine Gehwegvorstreckung angeordnet werden sollte, um das Überqueren der betreffenden Straßen für Fußgänger sicherer zu machen. In einigen Fällen ist die Anordnung bereits erfolgt. So ist beispielsweise im Bereich Werneuchener Straße/ Küstriner Straße ein Fußgängerüberweg angeordnet worden, dessen Bau voraussichtlich bis Ende 2026 umgesetzt sein wird. Weitere Fußgängerüberwege sind im Bereich Dorfstraße/ Lindenberger Straße sowie Simon-Bolivar-Straße/ Goeckestraße angeordnet.
Gehwegvorstreckungen als Querungshilfe sind indes im Bereich Große-Leege-Straße/ Werneuchener Straße, im Bereich an der Werneuchener Straße 15 sowie im Bereich Wustrower Straße/ Prerower Platz angeordnet worden. All diese Querungshilfen werden voraussichtlich ab dem Jahr 2027 umgesetzt, informiert die Senatsverwaltung.
Geprüft wurde außerdem die Anordnung von Fußgängerüberwegen im Bereich Vincent-van-Gogh-Straße/ Welsestraße sowie Schleizer Straße/ Arendsweg. Hier sei die Prüfung bereits abgeschlossen und ein Antrag auf die Straßenverkehrsrechtliche Anordnung der beiden Fußgängerüberwege gestellt. In der Prüfung finden sich indes noch Querungshilfen im Bereich Sandinostraße/ Küstriner Straße, Simon-Bolivar-Straße/ Mittelstraße und Konrad-Wolf-Straße/ Freienwalder Straße. Wann hier die Prüfung abgeschlossen sein wird und welche Art Querungshilfe entstehen könnte, stehe noch nicht fest, heißt es aus der Verwaltung.
Etwas schwieriger als an den genannten Standorten gestaltet sich die Prüfung einer Querungshilfe im Bereich Wartenberger Straße/ Paul-Koenig-Straße, die bereits seit 2018 geprüft wird. Hier gebe es inhaltliche Gründe für die verzögerte Bearbeitung, erklärt die Senatsverwaltung. „Im Umfeld dieses Standortes wurde eine Straßenbahn-Wendschleife mit einhergehenden Straßenplanungen und Planungen der Rad- und Gehwegbereiche geplant“, heißt es aus dem Senat. „Die Prüfung einer Querungsstelle sollte nur auf Grundlage dieser Straßenbahn-Planung erfolgen. Der letzte aktuelle Planungsstand der Straßenbahn-Wendschleife liegt seit September 2025 vor. Somit könnte dieser Standort nunmehr im Zusammenhang mit dieser Straßenbahnplanung auf eine Querungshilfe geprüft werden.“
Dass die Prüfung von Standortvorschlägen für Fußgänger-Querungshilfen längere Zeit in Anspruch nimmt, begründet die Senatsverwaltung mit Blick auf alle Berliner Bezirke mit der „hohen Anzahl parallel eingehender Standortvorschläge und jeweils mehrerer erforderlichen Prüfschritte.“ Zudem erfolge die bauliche Umsetzung bereits angeordneter Querungsmaßnahmen nicht in allen Fällen zeitnah, „da die für die Umsetzung zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für die Vielzahl bereits angeordneter Maßnahmen nicht auskömmlich sind und auch personelle Kapazitäten in den Bezirken als bauausführende Behörde fehlen. Beide Tatbestände haben eine Prioritätenreihung erforderlich gemacht, sowohl für die Auswahl der zu prüfenden Standorte als auch zur Umsetzung vorgesehener bereits angeordneter Maßnahmen.“
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Weitere solcher Fußgängerüberwege sollen schon bald in den nördlichen Ortsteilen Lichtenbergs entstehen.

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