Schäden an der Gehrenseebrücke festgestellt

Schäden an der Gehrenseebrücke festgestellt
16.02.2026

Die Gehrenseebrücke soll in absehbarer Zeit saniert werden. Das erfuhren die Abgeordnetenhausmitglieder Danny Freymark und Prof. Dr. Martin Pätzold aus den Antworten, die sie nach einer Schriftlichen Anfrage an den Senat erhielten.
„Bei der letzten Bauwerksprüfung vom 30. Oktober 2025 wurden Mängel und Schäden insbesondere am Beton, an den Lagern, den Schutzeinrichtungen und den Fahrbahnbelägen festgestellt“, informiert die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Die Standsicherheit der Brücke sei allerdings weiterhin gegeben. „Mängel und Schäden betreffen vorwiegend die Dauerhaftigkeit. Die Bauwerksnote beträgt 2,8“, heißt es weiter aus der Senatsverwaltung.
Die Gehrenseebrücke wurde 1986 gebaut. Wie viele finanzielle Mittel bisher überhaupt in die Instandhaltung und Sanierung der Brücke investiert wurden, darüber liegt der Senatsverwaltung keine Statistik vor. Auf die Frage, welche Sanierungsmaßnahmen an der Brücke nun durchgeführt werden sollen, heißt es nur: „Es wird angestrebt, die in der Bauwerksprüfung festgestellten Mängel zu beheben. Eine zeitliche bestimmte Einordung der Arbeiten kann noch nicht angegeben werden.“
Die Senatsverwaltung stellt aber klar: „Im Rahmen einer Sanierung ist keine Umgestaltung der Brücke vorgesehen. Erst mit einem Ersatzneubau können die Abmessungen der Brücke angepasst werden.“ In diesem Zusammenhang könnten auf einer breiteren Brücke denn wohl auch separate Rad- und Fußwege entstehen.
Bereits im März 2024 teilte die Senatsverwaltung nach einer Anfrage der beiden Abgeordneten mit, dass sich die Brücke (weiterhin) in einem schlechten Zustand befindet und jährlich Sonderprüfungen zur Zustandskontrolle durchgeführt werden müssen. Langfristig sei deshalb geplant, die Brücke aufgrund des verwendeten anfälligen Spannstahls und der geänderten Nutzungsanforderungen durch einen Neubau zu ersetzen. Nach damaliger Auskunft der Senatsverwaltung sei der Beginn entsprechender Planungen jedoch noch nicht absehbar. Die beiden Abgeordneten forderten deshalb bereits vor zwei Jahren: „Mit dem Bau der Ersatzbrücke sollte daher eher früher als später begonnen werden.“
Doch nun soll die bisherige Brücke zunächst saniert werden. Eine belastbare Schätzung, wie viel diese Brückensanierung kosten wird, liegt der Senatsverwaltung noch nicht vor. Finanziert werden soll die Sanierung aber über Haushaltsmittel des Landes Berlin aus dem Kapitel „Unterhaltung von Brücken, Tunnel- und Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen“. Doch wie werden Nutzer der Brücke über Auswirkungen in der Phase der Brückensanierung informiert? möchten die beiden Angeordneten wissen. „Sobald konkrete belastbare Erkenntnisse und Einschätzungen zu den Auswirkungen vorliegen, werden die Betroffenen informiert werden“, antwortet die Senatsverwaltung auf diese Frage.

Fotoinformation:

Nach Schäden, die bei einer Bauwerksprüfung festgestellt wurden, soll die Gehrenseebrücke saniert werden.